Zoogeschichten & Zoohistorie

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Steckbrief der Zoogeschichte:

  • Antike: Zooähnliche Tierhaltungen bestehen bereits in Ägypten, Griechenland, Assur und Rom, parallel bei den Azteken, die damals sogar Reptilien, Fische und Robben hielten.
  • 1664: Menagerie in Versailles mit sogenannten "Logen" (Abteilungen)
  • 1752: Menagerie im Wiener Schlosspark von Schönbrunn existiert bis heute durch zeitgemäße Umbauten trotz Denkmalschutzes als ältester durchgehend geöffneter Zoo der Welt.
  • 1793: Jardin des Plantes in Paris geht nach der frz. Revolution aus dem Tierbestand von Versailles als erster bürgerlicher Zoo hervor.
  • 1828: Zoo London im dortigen Regent Park wird als weltweit erster faktisch wissenschaftlich geführter Zoo gegründet und eröffnet.
  • 1844: Zoo Berlin öffnet als erster deutscher Zoo seine Pforten.
  • 1870: Exotismus - Tierhäuser im jeweiligen Baustil der Herkunftsländer der Tiere (z.B. Antilopenhaus oder Giraffenhaus im Zoo Berlin)
    1993: Welt-Zoo-Naturschutzstrategie (WAZA)
  • 1907: Hagenbecks Tierpark in Hamburg präsentiert als erster Zoo auf der Welt nach jahrelangen Versuchen zu deren jeweiligem Sprungverhalten Tiere in gitterlosen Freianlagen.
  • 1911:   Münchens Tierpark Hellabrunn eröffnet als erster Geozoo der Welt. 
  • 1942: Hedigers wegweisendes Buch "Grundriss der Tiergartenbiologie" weist die Gehege in Zoos als Ersatzterritorien aus.
  • 1950: Moderne Baumaterialien verbessern die gesamte Tierhaltung.
  • 1960: Symbolische Barrieren reichen bei Huftieren als Gehegeabgrenzungen.
  • 1970: Enorme Fortschritte in der Veterinärmedizin gestatten endlich die Haltung auch empfindlicher Arten (z.B. Menschenaffen) auf Naturboden.
  • 1978: Das Grzimek-Nachttierhaus in Frankfurt öffnet als zu diesem Zeitpunkt als größtes seiner Art der Welt.
  • 1985: Das erste EEP wird ins Leben gerufen (EAZA); das immersive Tropenhaus Jungle World im weltberühmten Bronx Zoo wird eröffnet.
  • 1988: Burgers' Zoo im holländischen Arnheim setzt mit seiner Tropenhalle "Burgers´ Bush" Maßstäbe.
  • 1993: Welt-Zoo-Naturschutzstrategie (WAZA), die erste Fassung
  • Moderne: Vergesellschaftung und vor allem Immersionsgehege
  • 2003: Masoala-Halle in Zürich
  • 2008: Neufassung Welt-Zoo-Naturschutzstrategie (siehe oben); Bioparc Valencia eröffnet
  • 2011:  Riesentropenhalle Gondwanaland Leipzig setzt neue Maßstäbe; Idee des Zoo360 Animal Exploration Trail Systems im Zoo Philadelphia lässt Tiere auf Rundwegen über Köpfen der Besucher Gehege wechseln und gibt ihnen dadurch mehr Raum und Abwechslung (z.B. Großkatzen oder Gorillas).
  • 2014: Zoo Paris öffnet nach Komplettumbau (nur Großer Fels blieb) wieder.
  • 2015: Eröffnung "Endangered Islands" in Chester
  • 2016: Eröffnung Wildlands Adventure Zoo Emmen
  • 2021: Die begehbare Papageienvoliere mit angegliedertem Zuchtzentrum Aralandia wird im im Grünen Zoo Wuppertal in Betrieb genommen.
  • 2022: Die alten Bristol Zoo Gardens schließen für immer ihre Pforten, aber der Zoo wird schrittweise in das Wildplace oder später Bristol Zoo Project umgezogen bzw. verlagert.
  • 2024: Mit dem Bau der noch imposanteren riesigen Pantanalvoliere des Zoo Zürich wird begonnen und soll bis 2028 vollendet sein. 
  • 2026: Eröffnung der weltweit größten Tropenhalle Edenya in Pairi Daiza (ca. 4 Hektar); Baubeginn der neuen und riesigen Elefantenanlage in der Stuttgarter Wilhelma, hingegen bereits Eröffnung der Elefantenanlage im Tierpark Berlin; das Leipziger Feuerland unter anderem mit einem 360-Grad-Glastunnel soll ebenso der Öffentlichkeit übergeben werden. 
  • 2028: Der Tierpark Hellabrunn soll Große Pandas in einem eigens bis zu diesem Jahr fertigzustellenden Gehege nahe des Dschungelzelts bekommen und wäre nach Berlin somit der zweite deutsche Zoo mit dieser ikonischen Tierart, was damit einzigartig in Europa wäre, dass ein Land zwei Pandahaltungen besitzt. 

The Zoohopper says:

„Zeit- und tiergemäße Gehege und Anlagen bieten als Ersatzterritorium ihren tierischen Bewohnern heutzutage Möglichkeit zu größtmöglicher Befriedigung ihrer natürlichen Bedürfnisse, Instinkte und Triebe. So begreifen Tiere das Gehege als ihr Revier, das sie dann verteidigen und nicht verlassen. Dies konnte bereits der berühmte und legendäre Schweizer Zoologe und Zoodirektor Heini Hediger zeigen. Mit behavioural bzw. environmental enrichment und Vergesellschaftung soll der Alltag der Tiere bereichert und dem Besucher Ausschnitte aus der Natur, in welche er selbst eintaucht und von welchen er selbst Teil wird, präsentiert werden (Immersionsgehege). Besucher sollen heutzutage die Bewohner dabei erst suchen und finden müssen.“