Zoohopping & Zootours
The Zoohopper says:
„So startete 2008 meine Website mit den Eindrücken der Zootour 2008, die über fünf Tage und vier Nächte ging, einschließlich eines Aufenthaltes in Amsterdam und weiteren Nächten im netten Kleve. Zwar hatte ich bereits kleinere Touren 2006 und 2007 sowie eine lange Deutschlandreise 2005 mit meiner Frau unternommen und schon davor unzählige Tagesausflüge, Urlaubsbesuche und Materialien angehäuft, aber offiziell als „Der Zoohopper“ aus Tierparks zu berichten, fing ich erst in diesem Jahr an. Zuvor hatte ich mich 1998 gegen das Biologie-/Zoologiestudium entschieden und mir die Zoowelt als Hobby bewahrt. Das war eigentlich gut so! Aber meine Kontakte habe ich weiterhin und baue sie aus…“

Zootour 2008: "Die Zooklassiker der Niederlande"
Diese Tour begann mit der Anreise nach Amsterdam, das ich als Stadt zum ersten Mal überhaupt besuchen und besichtigen durfte. Natürlich stand dabei Artis ebenfalls auf dem Programm. Nach zwei Nächten in dieser Metropole ging es für einen Tag weiter nach Rotterdam, wo der dortige Zoo Diergaarde Blijdorp wartete und nachdrücklich überzeugen konnte, nachdem Artis damals gerade erst begann, aufzuwachen und sich wieder zu entwickeln. Die folgenden drei Nächte verbrachte ich in Kleve, wobei ich damals den Tiergarten Kleve außen vor ließ zugunsten einiger von dieser netten Kleinstadt ausgehenden Erstbesuche von Dierenpark Amersfoort, dann von Apenheul in Apeldoorn und dazu vom alten Zoo von Emmen, den Noorder Dierenpark sowie eines Wiederbesuches des legendären und herausragenden Burgers´ Zoo in Arnheim. In jeglicher Hinsicht war diese Tour 2008 nicht nur, weil sie die erste wirklich größere Zootour war, eine bemerkenswerte und gar unvergessliche Reise, sondern vor allem da sie meine Liebe für die wunderbaren Zoos der Niederlande weckte sowie eine richtig gute Zeit mit einem meiner beiden besten Freunde war, mit dem ich bereits 1998 nach dem Abitur und vor dem Wehr- bzw. dem Zivildienst die USA bereisen durfte. Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir daran bis heute auch der tolle Noorder Dierenpark mit seinem begehbaren Pinguingehege, der ja leider nicht mehr existiert und durch WILDLANDS ersetzt worden ist, die Gorillainsel in Apenheul und das Ozeanium sowie die Okapianlage im Diergaarde Blijdorp. Seit diesem Trip kann ich es immer kaum erwarten, wieder ins Nachbarland zu reisen.



Zootour 2009: "Von Sachsen und Cottbus nach Tschechien"
Nach 1997 freute ich mich auf meinen zweiten Besuch im Zoo Prag als Schlusspunkt dieser kleinen Rundfahrt, die zunächst mal wieder in den Zoo Dresden führte und im wunderschönen Elbflorenz für zwei Nächte Station machte. Nachdem Stadt, Tiergarten und Kulinarik dort ausgiebig genossen worden waren, ging es von dort aus an einem Tag zum ersten Mal überhaupt in den landschaftlich hübschen Tierpark Cottbus und in den Zoo Hoyerswerda, die damit beide also noch vor der erfreulicherweise seit einiger Zeit andauernden Umbau- und Entwicklungsphase erlebt wurden. Nichtsdestotrotz konnte man sich ein gutes Bild von Potential und Grenzen beider Standorte machen. Beindruckend für mich war, dass ich ins Gehege der Kattas durfte, um die Lemuren dort mit Himbeeren natürlich in Restaurantqualität zu füttern. Das war das erste Mal, dass ich einen ringtailed lemur auf den Schultern hatte, bevor es mir in Givskud 2013 noch einmal passieren sollte. Beide Parks waren von den Distanzen und ihrer Fläche her von Dresden gut an nur einem Tag zu bewältigen. Zum Abendessen ging's halt nur in eine Fastfoodbutze auf der Rückfahrt. Nach einer weiteren Nacht in Dresden führte die Route zur letzten Nacht in Prag zum allerersten Mal über Aussig an der Elbe und somit in den Zoo Usti nad Labem, der damals noch Elefanten hielt und den ersten Abschnitt von neuem Elefantenhaus und Elefantengehege errichtet hatte. Ansonsten gab es Licht und Schatten auf dem Rundgang dort zu entdecken. Nach einem Abend rund um den Altstädter Ring der Moldaumetropole und tschechischen Hauptstadt stand tags drauf vor der Heimfahrt im Stadtteil Troja noch der Besuch im Zoo an.



Zootour 2010: "Über Kölle, Aachen und Kerkrade rüber nach Belgien"
Aufbruch ins Unbekannte: Denn zum ersten Mal führte der Weg in belgische Tierparks und außerdem stellte diesmal tatsächlich nur ein Zoo von fünfen auf der Liste keinen Erstbesuch dar. Und das war gleich der erste auf der Route, den man auf der Hinfahrt pünktlich zur Kassenöffnung aufsuchte - und zwar ein weiteres Mal der Kölner Zoo, der erneut mit Elefantenpark, Hippodom und seinem Tierbestand zu begeistern wusste. Danach wurde der gesamte Nachmittag und frühe Abend noch im Euregiozoo Aachen zugbracht, nachdem man kurz in der Jugendherberge in Aachen eingecheckt und das Gepäck abgestellt hatte. Der Tierpark konnte dann vor allem mit den Haltungen von Serval, Gepard, Luchs, Kasuar, Pinguin und zudem Pinselohrschwein punkten. Spannend war die Interaktion von Kleinen Pandas und Kurzkrallenottern. Nach einem abendlichen Stadtrundgang mit Dombesichtigung und einer einfachen, aber ehrlichen und guten Nacht war es nur ein Katzensprung nach Kerkrade, wo ich vom noch sehr neuen Zoo, der damals übrigens noch Gaiapark hieß, rundum gefesselt und begeistert war. Bis heute ist er einer meiner Favoriten geblieben, doch vom damaligen Besuch sind mir gerade die Moschusochsen, die es heute leider dort nicht mehr gibt, im Nebel, die Affeninseln, die Gorillaanlage, die Vielfraßanlage und die alte Wolfsanlage in guter Erinnerung geblieben. Der Nachmittag hielt mit den Elefanten, Giraffen, Bonobos usw. einen interessanten Erstbesuch im tollen Planckendael bereit, bevor ein lauer Abend in Antwerpen, eine erholsame Nacht im niedlichen und stylischen Matelote und ein schöner Besuch im Zoo Antwerpen die Tour abrundeten.



Zootour 2011: "Ziel Wien mit einem Abstecher nach Bratislava und ganz viel Austria"
Auch diese Zootour war etwas Besonderes und Einmaliges, da als erste und einzige von einem Familienurlaub in Tirol aus startete, wo wir mit Kind und Kegel und meinen Schwiegereltern, mit welchen mein Frau schon als Kind auf diesem Bauernhof Urlaub gemacht hatte, in Going einen Teil unserer Sommerferien verbrachten (Darum stimmt die Karte so nicht ganz). Für ein paar Tage durfte ich alleine mit dem Diesel meiner Schwiegereltern losziehen und mit dem Ziel Vienna zuvor weitere Teile Österreichs und einige seiner Tierparks unsicher machen. Der Weg führte mich zum ersten Mal nach Krenglbach in den Zoo Schmiding mit Österreichs einzigen Gorillas und einer Reihe begehbarer Großvolieren unter anderem für Geier und Riesenseeadler, spontan in den süßen, aber nahezu unbekannten Tiergarten Wels, in den netten und beschaulichen Zoo Linz, wo mich am Eingang gleich die Erdmännchen begrüßten, sowie ebenfalls ganz spontan in den Tierpark der Stadt Haag mit einem interessantem Tierbestand gerade bei Raubtieren und Huftieren in recht naturbelassenen Gehegen im waldartigen Ambiente unterhalb des Schlosses. Anschließend warteten zwei Nächte im gepflegten und sehr guten Altstadt Vienna Hotel. Von dort aus wurde zu Fuß die Stadt und vor allem auch das Museumsquartier (kulinarisch) erkundet und tags darauf ganztägig erstmals der Zoo Bratislava angesteuert. Dieser konnte nur in Teilen überzeugen, wobei vor allem die damalige Gibbon- und insbesondere Bärenhaltung aus dem Rahmen fielen. Doch immerhin war eine der Bärengruben nur noch mit einem Gewinnspiel-Auto besetzt. Vor der Heimreise ging es freilich noch in den weltberühmten Tiergarten Schönbrunn.



Zootour 2012: "Eine runde Rundfahrt durch Tschechien und Polen"
Diese Tour ist bis heute eine meiner liebsten geblieben, weil sie erstens so vom Wetter und Verkehrsfluss begünstigt war und zudem auch sonst einfach rund war. Zunächst ging es aus der Heimat wie immer in den frühesten Stunden los, um spätestens mit Öffnung von Kasse und Park selbst an der ersten Station anzukommen. In diesem Jahr war das für einen Erstbesuch der sehr bekannte privat geführte Zoo Dvur Kralove, der einem buchstäblich Afrika in Böhmen bietet. Danach ging es für eine Übernachtung hinüber über die Landesgrenze nach Polen und Breslau, wo früh am Folgetag ebenso zum allerersten Mal wie bei allem auf der Reise der Zoo Wroclaw und am frühen Nachmittag der Zoo Opole besucht wurden. Im erstgenannten Tiergarten wurde just zu dieser Zeit das Afrykarium geplant, aber auch sonst hatte der Zoo durch den sehr umtriebigen Direktor so einiges zu bieten. Die andere Einrichtung brannte sich durch ihre idyllische Lage in der Oderauen und durch so manch sehenswertes naturnahes Gehege in mein Gedächtnis. Für die nächsten beiden Nächte wurden die Zelte im jüdischen Viertel in Krakau aufgeschlagen, wobei der Zoo Krakow dann in vielerlei Hinsicht nur bedingt überzeugen konnte. Bei der Weiterfahrt führte die Route über den botanisch herrlichen und weitläufigen Zoo Ostrava und für eine Nacht in das nette Olmütz. Während der Zoo Ostrava und der Zoo Zlin im Aufbruch befindlich und in der Moderne angekommen waren, war das dazwischen im Zoo Olomouc nur mit Abstrichen der Fall. Das galt nach einer Nacht in Brünn trotz Tigeranlage und Beringie auch noch für den Zoo Brno, was zum Ende der Zoo Jihlava übertrumpfen konnte.



Zootour 2013: "Mammuttour zur und durch die dänische Zoolandschaft"
Die Hin- und Rückreise waren trotz Stopps im Erlebniszoo Hannover und im Tierpark Hagenbeck mit einer Übernachtung in Flensburg, wo ich bis heute keine Punkte zu (be-)suchen brauchte, bzw. im Tierpark Neumünster ohne weiter Übernachtung im Nachhinein betrachtet trotz eines mitreisenden Zoofreundes sehr anstrengend. Aber inhaltlich bzw. zoologisch war sie natürlich nicht nur als meine bisher nördlichste ein bis heute unvergessliches Highlight. Es ist unnötig zu erwähnen, dass alle besuchten Parks nördlich von Hamburg Premieren für mich waren. So etwas erlebe ich zur Zeit nur noch selten oder gar nicht mehr. Doch erwartete mich nach dem nächtlichen Nickerchen in Flensburg am nächsten Tag gleich mal der Givskud Zoo, heute Givskud Zootopia, mit seinem interessanten Tierbestand und seiner guten Mischung aus einem Safariareal und einem begehbaren konventionellen Zooareal. Bis zum heutigen Tag kommen mir gleich wieder die Kattas auf meinem Rücken und die herausragende und sehr großzügige Riesenotteranlage in den Sinn. Anschließend stand am selben Tag noch der Besuch des Zoo Aalborg an, der gemessen an seiner nicht allzu großen Fläche ähnlich wie später der Zoo Odense neben einigen Schwachstellen doch einiges anzubieten hat - gerade durch geschickte Raumnutzung wie bei der Eisbärenhaltung oder den Großkatzenanlagen sowie der Afrikasavanne. Nach Besichtigung und einer Übernachtung in Aalborg folgten der damals noch wirklich reine Indoor-Tropenzoo Randers Regnskov, der wunderbare und beeindruckende ReePark Safari Ebeltoft mit seiner begehbaren Südamerikawiese, den Wildhunden und der riesigen Afrikasavanne und der unaufgeregte, aber auch wenig spektakuläre Zoo Skærup, bevor das Hotel in Odense für zwei Nächte Quartier bot. Von hier als Ausgangspunkt stand ein voller Tag für den bekannten Zoo Købnhavn mit der neuen Elefantenanlage, Okapis und meinen ersten Tasmanischen Teufeln und für Kopenhagen selbst einschließlich des Nyhavn zur Verfügung, bevor tags drauf der Odense Zoo mit Manati und Königspinguin wartete.




Zootour 2014: "Über Zürich nach Italien und über Salzburg zurück"
Diesmal ging es nicht in den Norden, sondern genau entgegengesetzt in den Süden - über eine auch landschaftlich besondere Route, nämlich über Zürich nach Italien. Dort gab es ebenfalls noch einige Tierparks, die ich noch nie besucht hatte. Bisher kannte ich nur den Zoo di Pistoia und den Bioparco di Roma, die diesmal aber nicht auf dem Plan standen. Zunächst einmal galt es, sich im Zoo Zürich unter anderem den neuen Elefantenpark Kaeng Krachan genauer anzusehen, bevor die sehr reizvolle Strecke, die über den Gotthardtunnel auch Zürichsee, Zuger See, Vierwaldstätter See, Langen See, Luganer See und Comer See streift oder gar passiert, für zwei Nächte im reizvollen Bergamo mit seiner Citta Alta und Citta Bassa endete. Von hier aus wurden der etwas ernüchternde Parco Safari di Pombia, das sehr idyllisch in einem Naturschutzgebiet gelegene und dort herrlich eingebettete La Torbiera und zuguterletzt in den im Turiner Speckgürtel ansässigen und noch sehr jungen Zoo ZOOM Torino erkundet, nicht zu verwechseln mit der Gelsenkirchener Erlebniswelt. Letzter ersetz quasi den früheren und seit einigen Jahren geschlossenen alten Turiner Zoo. Ein ungewöhnliches Konzept dort ist die integrierte Badelandschaft, die an das Pinguinbecken angrenzt und bei Interesse einen Aufschlag auf den regulären Ticketpreis kostet. Dann sollte man am Besuchstag allerdings Badesachen im Gepäck haben. Ansonsten waren die Greifvogel-Flugvorführung in der Arena "Petra", die geschickt strukturierte Afrikasavanne, das Tigergehege und zudem die begehbare Baobab-Lemurenanlage eindrucksvoll. Nach der zweiten Übernachtung in Bergamo folgte morgens der Besuch von Le Cornelle, das einen umfangreichen Raubkatzenbestand und dazu so einige Zootierklassiker aufzuweisen hat, wobei gerade das Tropenhaus der Riesenschildkröten und die begehbare Großvoliere mit einem Krokodil- bzw. Alligatorgehege aufgefallen sind. Nachmittags und am frühen Abend wurde das Flaggschiff der italienischen Zoolandschaft, der Parco Natura Viva, durchfahren und durchwandert, ins DB-Hotel in Bussolengo eingecheckt und Verona bei Nacht erkundet. Am Heimreisetag standen noch der Parco Punta Verde sowie der Zoo Salzburg mit einer neuen Jaguaranlage an.




Zootour 2015: "Zurück in die Niederlande und mal kurz nach Belgien rüber"
Endlich hieß das Ziel einmal wieder Niederlande - und dazu Antwerpen als kleinen, aber stets lohnenden Abstecher nach Belgien. Gleich am Anreisetag suchte ich zuerst den ZooParc Overloon mit seiner idyllischen Lage und Wegführung auf, bevor ich noch zum ersten Mal Ouwehands Dierenpark in Rhenen besuchen durfte. Letzterer hinterließ einen eher zwiespältigen bzw. zweigeteilten Eindruck von so einigem Licht, aber auch einigem Schatten. Die erste Nacht verbrachten wir in Rotterdem, wo es im Vergleich zu anderen niederländischen (Alt-)Städten optisch nicht so viel zu holen gab. Umso mehr konnte man sich auf den Wiederbesuch im Diergaarde Blijdorp, dem Zoo Rotterdam, zumal seit der letzten Visite einige neue Projekte wie etwa eine Arktiklandschaft, ein indonesisches Langhaus unter anderem mit den mächtigen Komodowaranen, eine Dscheladaanlage am bzw. im historischen Raubtierhaus oder folgerichtig eine neue Löwenanlage angestoßen und umgesetzt worden waren. Am Nachmittag wartete nun der sehr gepflegte sowie zwischen Historie und Moderne balancierende Innenstadtzoo Antwerpen. Er und die Stadt selbst sind immer wieder eine Reise wert! Für die danach folgenden zwei Nächte wurde Quartier in der herrlichen Auberge de Bonheur im recht netten und beschaulichen Tilburg bezogen. Von diesem Basislager aus erkundete man an einem Tag als Premieren den wunderbaren Safaripark Beekse Bergen, bei welchem neben diversen beeindruckenden Tieranlagen vor allem die einzigartige Bootssafari begeistern konnte, und das Dierenrijk in Nuenen im Umland von Eindhoven mit dem imposanten Snavelrijk sowie seinem interessanten Tierbestand inklusive Elefanten und Schimpansen. Am anderen Tag ging es dann bedauerlicherweise bereits wieder heim, aber selbstredend mit Zoostopps auf der Strecke: zuerst am liebgewonnenen GaiaPark oder inzwischen GaiaZoo, wo es wieder reichlich Neues zu entdecken gab, im weiteren Verlauf zum allerersten Mal am Zoo Neuwied, der bisher nie in eine Route gepasst, aber schon lange auf der Bucketlist gestanden hatte. Gerade von der weitläufigen naturbelassenen Australienanlage wurde man insgesamt wahrlich nicht enttäuscht.



Zootour 2016: "Südliches Sachsen und nördliches Tschechien mit einem Abstecher nach Breslau"
So gerne ich in die Niederlande fahre, reise ich genauso gerne nach Tschechien - in beiden Fällen auch wegen der tollen und spannenden Zoos. Die durchschnittliche Zooqualität ist enorm hoch - und das oftmals mit einfacheren, günstigeren und wenig langlebigen, aber natürlichen Materialien als im deutschsprachigen Raum. Also, auf ging's in neue und für mich unbekannte Parks, zumindest in einigen Fällen! Gut, den Tierpark Chemnitz und den Zoo Dresden kannte ich schon gut, genoss aber erneut die schönen und interessanten Rundgänge dort in vollen Zügen. Dieses Prickeln, diese Aufregung und Spannung, wenn eine neue Zootour ansteht und endlich losgeht! Die erste Premiere stand noch am gleichen Tag an mit dem kleinen, aber wirklich feinen Naturschutz-Tierpark Görlitz direkt an Deutsch-Polnischen Grenze. Dies gilt sowohl für einen Hauptteil der Gehege als auch für den ausgesuchten dortigen Tierbestand. Die beiden ersten Nächte war eine nette kleine Pension in Görlitz die Unterkunft der Wahl. Der gesamte folgende Tag einschließlich 2 Stunden Fahrzeit hin und 2 Stunden zurück gehörte dem inzwischen wirklich erstarkten und in vielen Bereichen bzw. Arealen aufgemöbelten Zoo Wroclaw, also dem alten Tiergarten von Breslau. Seit meinem letzten Besuch dort wurde das als spektakulär angekündigte Afrykarium errichtet und ich war echt gespannt, aber am Ende nicht wirklich enttäuscht, aber stellenweise etwas ernüchtert, zumindest teilweise von der Optik. Wiederum die zugehörigen Außenanlagen sind sehenswert geworden. Tags darauf führte der Weg über die Oder nur kurz nach Polen, um dann auf einer landschaftlich reizvollen Route durch die Hügel und Täler des Böhmischen Waldes zum ersten Mal den Zoo Liberec zu erreichen. Dieser Park wirkte aber tatsächlich noch etwas wie im Tiefschlaf und stehengeblieben. Etwas anders verhielt es sich nach einem kurzen Fotostopp am bekannten Naturdenkmal Panská Skála im idyllisch gelegenen Zoo Decin. Dort konnte ich ein paar mehr ansprechende, gelungene und überzeugende Gehege finden als in Liberec, auch wenn ersterer eher ein Großzoo und zweiterer eher ein Kleinzoo ist. In Decin fand man direkt am Marktplatz ein schönes Hotel mit gutem Restaurant vor und nach einem Stadt- und Schlossrundgang ausreichend Schlaf, um am letzten Reisetag noch einmal den Zoo Usti aufzusuchen, der wirklich Potential hätte, wenn es endlich mit der Modernisierung rascher voranginge und nicht nur die Schneeleoparden noch mehr Perspektive hätten. Der gebührende Schlusspunkt wurde mit einem Erstbesuch im attraktiven und vom Schwerpunkt des Tierbestandes her spannenden Zoopark Chomutov gesetzt, bevor es nach Hause ging.



Zootour 2017: "Ganz viel Belgien, ein wenig Frankreich und ein bisschen Deutschland"
Diese Zootour hatte es in sich. In vielerlei Hinsicht. Im Vorfeld hatte ich schon einmal einen Infekt, gegen welchen ich laut Facharzt das falsche Antibiotikum vom Notdienst erhalten hatte und darum den Infekt nicht ganz los bekam, ihn also etwas verschleppte und zudem drei verschiedene Präparate dagegen am Stück nehmen musste. Als es dann endlich gut zu sein schien, konnte ich zum Glück - wie geplant - auf Reise gehen... Ich startete im netten und erneut in vielen Teilen überzeugenden Tierpark Aachen und zudem natürlich als Muss im nahen GaiaZoo im benachbarten Kerkrade, wo es die neue Luchs- und vor allem die neue Berberaffenanlage zu begutachten galt. Bis dahin war alles gut und ich freute mich auf den abschließenden Nachmittagsbesuch im herrlich in den belgischen Ardennen gelegenen Monde Sauvage, in welchen ich noch niemals zuvor einen Fuß gesetzt hatte. Nach der Runde mit meinem Auto durch das durchschnittliche Safariareal, stellte ich mein Fahrzeug ab und begann zu Fuß den Rundweg durch den restlichen Park. Gegen Ende des Rundganges etwa bei den Raubtiergehegen schwächelte oder rebellierte mein Körper - kalter Schweiß, Schwindel, schmerzende Beine, Herzrasen bzw. Herzstolperer, Kurzatmigkeit quasi aus dem Nichts. Ich musste mich setzen und lange ausruhen, um mich dann zum Auto zu schleppen. Als ehemaliger Leistungssportler und als Sportwissenschaftler bzw. Sportlehrer hatte ich gelernt, sehr genau in mich hineinzuhören und kann mir physische Prozesse gut erklären, aber jetzt war ich ratlos und etwas panisch. Hatte ich mich nicht genug geschont oder auskuriert? War ich doch noch krank? Hatte ich den Infekt noch weiter verschleppt? Hatte ich mir zu viel zugetraut, vorgenommen und zugemutet? Hinzu kam die Tatsache, alleine im Ausland zu sein und nicht zu wissen, wie sich mein Zustand entwickeln würde. Als ich mich, meinen Puls und meinen Atem beruhigt hatte, ging es einigermaßen und ich fuhr ruhig und langsam nach Mons in meine Herberge. Jeden Moment konzentriert und drauf eingestellt, im Notfall rechts am Straßenrand anzuhalten und das Handy griffbereit zu haben. Dort ruhte ich mich eine Stunde aus, schleppte mich dann kreidebleich und kaltschweißig in ein italienisches Restaurant und aß eher appetit- und lustlos matt irgendwelche Nudeln und irgendeinen Salat - reine Nahrungsaufnahme! Erhöhte Temperatur hatte ich inzwischen auch. Ich ging früh ins Bett und hoffte auf Erholung! Dabei hatte ich mich doch gerade so auf den Folgetag und meinen dafür anvisierten Erstbesuch vom sagenumwobenen Pairi Daiza gefreut! Ich wälzte mich herum, glühte, schwitzte wie ein Schwein, bis das Bettzeug pitschnasse war, hatte Herzrhythmusstörungen und bekam eine Angstattacke, bis ich nach der Aufnahme einer Videobotschaft, die ich später schnell löschte, übermüdet einfach einschlief und nach einer zu kurzen Nacht aufwachte. Es schüttete draußen aus Eimern, so dass ich beschloss, erst einmal etwas Leichtes zu frühstücken und viel zu trinken, um dann noch einmal zu schlafen und Pairi Daiza einfach Pairi Daiza sein zu lassen. Und wenn ich das als Zoohopper schon freiwillig sage!



Doch als ich aufwachte, schien im doppelten Sinne die Sonne: Erstens strahlte die Sonne buchstäblich von einem fast wolkenlosen blauen Himmel und zweitens ging es mir deutlich besser. Darum entschied ich mich dazu, die wenigen Kilometer von Mons nach Brugelette zu fahren und - wie geplant - den ganzen Tag in Pairi Daiza zu verbringen und dies langsam und entspannt zu machen mit ausreichend Ruhe-, Ess- und Trinkpausen. Gesagt, getan! Und es wurde dann ein herrlicher und in jeglicher Hinsicht unvergesslicher Besuchstag in dem doch einzigartigen Park. Den Abend verbrachte ich ebenfalls ruhig und ging nach dem Essen gleich wieder schlafen in der Hoffnung, am kommenden Tag wieder erholt und bereit zu sein, nach Frankreich hinein zu fahren. Ich war zwar wieder etwas schlapper als am Vortag, aber ansonsten ganz gut drauf, so dass ich es wagte, nacheinander drei französische Zoos, die ich alle noch niemals besucht hatte, anzufahren: der direkt nach der belgisch-französischen Grenze in einer alten Festungsanlage gelegene Zoo de Maubeuge mit einem spannenden Konzept und Tierbestand, der stimmungsvolle und interessante Metrozoo von Amiens und zuletzt der idyllisch in einen Schlosspark eingebettete Zoo de Clères. Es wurde ein wirklich eindrucksvoller und schöner Tag mit vielen neuen Eindrücken. Nach einer weiteren Nacht in Mons ging es mir am Rückreisetag noch besser und das Schlimmste schien überstanden, so dass ich die Tour noch gebührend mit dem immer tollen Planckendael, dem Premierenbesuch des für mich damals im Nachhinein etwas zwiespältigen Olmense Zoo, dem heutigen Pakawi Park, und als wegen einer Totalsperre auf meiner Route spontanen Ausweich- und Schlusspunkt dem Zoo Krefeld. Ich kam spätabends sicher und gesund daheim an und kann konstatieren, dass ich trotz der schlimmsten Nacht meines Lebens, die die absolute Hölle war, und gerade vielleicht auch wegen ihr eine erinnerungswürdige Zootour erleben durfte, viele Dinge mehr zu schätzen weiß und ich künftig nur noch im äußersten Notfall ein Antibiotikum - und dann vor allem mit Nachfrage nur das richtige bzw. passende - einnehmen werde.
Zootour 2018: "Das südliche Tschechien mit einem Abstecher nach Chorzow und die westliche Slowakei"
Nach dem aufregenden und besonderen Vorjahr (siehe oben Zootour 2017) gestaltete sich die Folgetour zum Glück erheblich ruhiger, sanfter und entspannter, obwohl das Programm es inhaltlich durchaus in sich hatte und gehaltvoll war. Hinwärts standen gleich einmal in aller Herrgottsfrühe der kleine, aber ganz feine Zoo Hluboká in Ohrada als Premiere, erneut der bewährte und empfehlenswerte Zoo Jihlava und zum ersten Mal der eher auf Haustierrassen spezialisierte Zoo Park Vyškov, der zwar auch einige Exoten aufzubieten hatte, aber ansonsten eher unspektakulär daherkam, an. Für zwei Nächte befand sich das Zoohopper-Hauptquartier dann in einem ansprechenden Hotel im grünen Gürtel Flora in Olmütz, wobei der Zoo Olomouc diesmal bewusst gemieden wurde, um dafür am Folgetag vormittags ein weiteres Mal den weitläufigen und reizvollen Zoo Ostrava genauso mit einer persönlichen Führung durch den Zookurator zu entdecken wie am Nachmittag als Erstbesuch den unweit von Kattowitz befindlichen schlesischen Zoo Chorzow. Die Fotos zeigen mich genau dort beim Füttern der beiden Jungbullen im Pflegerbereich der Elefantenanlage. Nicht nur deshalb war das ein echt runder und wieder einmal unvergesslicher Tag für mich! Die Reise ging anschließend über den wundervollen und mich einfach begeisternden Zoo Zlin und den dagegen qualitativ deutlich abfallenden Zoo Hodonín, der leider wenige richtig gute oder moderne Ecken besaß, hinauf in den slowakischen Kurort Bojnice. Dort betrat ich nach einem hervorragenden Abendessen und einer erholsamen Nacht in einer netten Pension am nächsten Morgen zum allerersten Mal den gegenüber des imposanten Schlosses geschickt und hübsch in einen Hang eingebetteten Zoo Bojnice. Dieser ist übrigens der Nationalzoo der Slowakei - und nicht der Zoo Bratislava, den ich am Nachmittag zugunsten eines neuerlichen Besuches des zurecht weltberühmten und renommierten Tiergarten Schönbrunn zu Wien ausließ, bevor es etwa fünf Stunden zurück in die Heimat ging.





Zootour 2019: "Noch mehr Niederlande und Antwerpen"
Nach Tschechien wieder die Niederlande - man erkennt ein wenig, wo meine Vorlieben und Präferenzen lagen und vielleicht bis heute liegen. Dies liegt - wie bereits gesagt - aber auch an der durchschnittlich hohen Qualität und daran, dass es zudem immer noch Institutionen gibt, die ich nicht besucht hatte, auch wenn diese zwangsläufig inzwischen weniger werden. Eine davon sollte gleich als Auftakt von dieser Liste: der Familie(n)park Mondo Verde. Doch ein langer Stau bremste mich aus und so musste ich ihn schweren Herzens diesmal auf die Zukunft verschieben. Schade, aber es sind Dinge, die sich nicht vorhersehen oder planen lassen. In diesem Zusammenhang muss ich auch sagen, dass ich in all den Jahren oder mittlerweile ja gar Jahrzehnten damit echt viel Glück hatte... Also weiter, und zwar zur eigentlich zweiten Station: dem schon bekannten und mir trotz Überlandstromtrasse auf dem Gelände sehr sympathischen und ans Herz gewachsenen Dierenrijk, bevor mich zum allerersten Mal der Best Zoo empfing, der mich damals allerdings mit so einigen Altlasten aus seiner Tierhandels-vergangenheit bedingt ansprach oder überzeugen konnte. Dessen Entwicklungsplan verhieß für die kommenden Jahre aber eine spannende Entwicklung. Für die erste Übernachtung der Fahrt bot sich wieder das lohnenswerte und reizende Antwerpen an. Natürlich drehte ich am folgenden Morgen noch eine kleine Runde im gepflegten Zoo Antwerpen, bevor ein weiterer Besuch im Zoo Rotterdam und danach ein echter Erstbesuch im Vogelpark Avifauna mit seinem kostbaren Bestand an Vögeln, etwas aufgelockert durch Kleiner Panda oder Mara, anstanden. Der abschließende Abend-spaziergang durch Utrechts wirklich sehenswerte Altstadt rundete den erlebnisreichen Tag ab. Die beiden Folgenächte bot das im Grünen gelegene Hotel Woudschoten eine stimmungsvolle Bleibe auf Zeit. Von dort führte die Spur über den abermals tollen Zoo Amersfoort und erstmals das Dolfinarium Harderwijk zum für mich noch unbekannten Aquazoo Friesland in Leeuwarden und am Folgetag nach Ouwehands und Burgers´.




Zootour 2020: "Neue Bundesländer"
Diesmal blieb ich bewusst - auch coronabedingt natürlich - im Lande und nahm auch meinen Sohn mit auf Tour, sodass wir wertvolle Vater-Sohn-Zeit neben Zoos und oft gutem Essen, manchmal aber auch Fastfood, unter anderem gefühlt tausendfach mit ein- und demselben Comedyprogramm sowie Elvis' 100 größten Songs verbrachten. Leider hatte unser eigener Wagen nach einer Stunde bei Bayreuth einen Totalschaden, sodass wir mit zwei Stunden Verspätung und einem Leihwagen aus Kronach die Reise fortsetzen konnten, was aber zu Folge hatte, dass wir leider für dieses Jahr zumindest den Tierpark Köthen streichen mussten und lediglich den Zoo Aschersleben, erstmals den von der Lebenshilfe betriebenen Tiergarten Staßfurt sowie gleichfalls für mich völlig neuen Tiergarten Bernburg ansteuerten, bevor wir die erste Nacht in Perleberg direkt am Hotel am Tierpark verbrachten und nach dem bodenständigen Abendessen eine kleine Abendrunde drehten. Einen ausführlichen Spaziergang machten wir freilich noch direkt am nächsten Morgen, bevor dann Mecklenburg-Vorpommern mit seinen beiden zoologischen Aushängeschildern, zwei gleichermaßen sehr überzeugenden und attraktiven Großzoos: dem Zoo Schwerin und dem Zoo Rostock. Abends machten wir mit dem Auto noch ein paar Kilometer bis in unsere Hauptstadt und vor dem Check-in eine kleine Stadtrundfahrt durch Berlin. Das Zimmer in dem echt günstig gelegenen Hotel mit ordentlichem Standard inklusive Frühstück bezogen wir für zwei Nächte. Die erste Nacht verlief ruhig bis um 2.00 Uhr nachts, als ein kaputter Feuermelder, wie sich später herausstellte, alle Gäste aus ihren Betten schmiss. Während ein Zug der Feuerwehr Moabit auffuhr und nach der Ursache suchte, standen wir mit Jacke über dem Schlafanzug für 45 Minuten vor dem Hotel und warteten auf die Freigabe, um dann wieder schlafen zu dürfen. Am Morgen ging's vor allem zum Pandagarten in den Zoo Berlin und am Nachmittag sollte es mit dem Auto eigentlich als Premiere in den Zoo Eberswalde gehen. Eigentlich, weil ein heftiger Sturm alles zunichte machte. So blieb am letzten Tat eben der Erstbesuch des interessanten Tierpark Dessau einschließlich einer Runde mit dem Direktor Herrn Bauer und der tolle Zoo Halle.






















